SCALP ANALYTIC EXPERT
DIE INDIVIDUELLE BERATUNG
Die Oberhaut ist - wie man sieht - sozusagen die vorgelagerte Bastion. Sie ist wasserundurchlässig und schützt gegen Chemikalien und Strahlung. Die darunterliegende Lederhaut bildet einen robusten Schild gegen mechanische Stöße. Dort liegen auch die Blutgefäße, die die Oberhaut versorgen, und die Nervensensoren für Kälte und Wärme sowie der Tastsinn. Die Dermis geht ohne klare Begrenzung in das Zellgewebe der Unterhaut über. Diese besteht vor allem aus Fett, das uns vor Kälte schützt und für unsere Konturen verantwortlich ist.
Wenn zwischen dem Fett- und dem darunterliegenden Bindehautgewebe ein großes Missverhältnis besteht, entsteht "Zellulitis" - die so genannte Orangenhaut. Zwischen der Leder- und der Unterhaut befinden sich die Schweißdrüsen: pro Quadratzentimeter zwischen 100 und 300, insgesamt über zwei Millionen! Neben Wasser enthält Schweiß vor allem Abbauprodukte des Stoffwechsels, die unser Körper auch auf diese Art aussondert und damit die Nieren entlastet. Vor allem regulieren die Schweißdrüsen jedoch die Körpertemperatur. Auch Duftdrüsen sind Schweißdrüsen. Durch ihr Sekret, dem außer Schweiß diverse Geruchsstoffe beigemischt sind, entsteht der für jeden Menschen individuelle Körpergeruch. Vor Urzeiten halfen die Duftdrüsen unter anderem Geschlecht anzuziehen. Doch im Laufe der Menschheitsentwicklung sind sie gegenüber optischen Reizen ins Hintertreffen geraten. Doch gerade wenn sich Menschen näher kommen, spielt der Geruch wieder eine große Rolle. Denn Optische Reize hin oder her, wenn wir jemanden nicht "riechen" können, hat er auch mit dem stärksten Outfit keine Chance. Die Kopfhaut als lebendes Ausscheidungsorgan kann ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften laufend ändern und sich so den Einflüssen der Umgebung anpassen. Diese Reaktionen beachtete man in früheren Zeiten kaum, was sich besonders in einer recht starren Hautpflegeberatung niederschlug. Durch genauere Befunde, die man in den letzten Jahren in der Hautphysiologie erhalten hat, ist es möglich geworden, Kopfhautpflegepläne dynamischer zu entwickeln und so die Gesundheit der Kopfhaut zu optimieren.
Der aktuelle Hautzustand
Mit "aktuellem Hautzustand" bezeichnet man denjenigen Hautzustand, der sich am Untersuchungszeitpunkt bietet. Früher sprach man vom "Hauttyp" und meinte damit einen durch die Vererbung festgelegten Hautstatus, den man üblicherweise grob in 3 Kategorien einteilte:
• normal
• fett (seborrhoisch)
• trocken (sebostatisch)
Dazu kamen noch Unterformen. Diese starre Einteilung erwies sich jedoch als unzutreffend, da sich der Hautzustand im Laufe des Lebens, aber auch durch andere Einflüsse ändern kann. Dementsprechend müssen z.B. auch die Produkte zur Hautpflege gewechselt werden. Der aktuelle Hautzustand ist abhängig von:
• Vererbung
• inneren Faktoren
• äußeren Faktoren
Es ist bekannt, dass neben der Vererbung (z. B. Anlage zur Sebostase, Seborrhoe oder Akne) auch innere Faktoren, wie hormonale Störungen (auch Ovulationshemmer, polyzystische Ovarien), Stress oder Rauchen, und äußere Faktoren, wie Wärme, Kälte, Meerwasser, entfettende Seifen oder Lösungsmittel, den Hautzustand entscheidend beeinflussen und verändern können. Auch die Jahreszeiten, Menstruation, Raumklima oder Krankheiten haben eine Auswirkung auf die Haut.
Ein sehr wichtiger Aspekt, der auch in Lehrbüchern oft durcheinander geworfen wird, ist, dass der Gegensatz von fett nicht trocken, sondern fettarm ist. Der Gegensatz von trocken ist aber feucht.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich die Hautpflegeberatung sich immer streng an das Erscheinungsbild und der Hautbeschaffenheit jedes einzelnen zu orientieren hat, also individueller sein muss als die allgemeinen Werbeaussagen der Kosmetikfirmen. Der Kunde muss auch lernen oder angeleitet werden, die Bedürfnisse seiner Haut besser zu verstehen und zu beurteilen, damit er auf Änderungen von extrinsischen oder intrinsischen Einflüssen schneller und richtiger reagieren kann. Die hier beschriebenen Richtlinien können dementsprechend auch nur einen groben Anhalt zu einer optimalären Beratung darstellen. Sie gelten besonders für die Gesichtspflege, sollten jedoch in jede Pflegeempfehlung mit einfließen.
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Teil 1
Einleitung in die HAROLOGI Philosophie Teil 1 bis 3.
Hautanalyse durch Haarmessungen
Kundenanalyse nach hydrophil/ hydrophob
Toxische Belastungen- das Lympfsystem
Haarausfall- toxisch, Ernährung- hormonell
praktisches Arbeiten an Modellen
Gruppenarbeiten
Teil 2
Diagnosen der Kopfhaut anhand der Kopfhautkamera
Erkennen der Kopfhautproblematik
Reaktionen der Haut
Erstellen von Beratungsunterlagen
Selbständiges Arbeiten an Modellen
Gruppenarbeit- Produktwissen
Prüfung
Teil 1 09. bis 11. September 2007
Teil 2 07. bis 09. Oktober 2007
Die Kursgebühr beträt pro Teilabschnitt 1180,- CHF.
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