Haare: unser chemisches Tagebuch
Hauptvorteil der Haaranalytik ist die lange Nachweisbarkeitsdauer. Während Substanzen im Urin und im Blut nur Stunden bis zu einigen Tagen nachweisbar sind, lassen sie sich in den Haaren noch nach mehreren Wochen oder Monaten finden. Wird bei einer entsprechenden Haarlänge die Analyse der Haare abschnittsweise vorgenommen, kann es sogar gelingen, die Konsumdauer und das Konsumverhalten der betreffenden Person abzuschätzen.
Bei der Auswertung muss allerdings berücksichtigt werden, dass Haarbehandlungen wie Tönen, Bleichen oder Dauerwelle die Konzentrationen einer Substanz im Haar verringern können.
Mit modernen Analyseverfahren, wie dem Gas-Chromatographen, wird die zuvor fein zerkleinerte Haarprobe auf alle Inhaltsstoffe analysiert. Hier kommen selbst winzigste Rückstände von Drogen an den Tag und führen zu einem steilen Anstieg der Kurve, einem so genannten Peak. Damit die Ergebnisse hieb- und stichfest sind, wir die Untersuchung in der Regel ein zweites Mal durchgeführt.
Elementzusammensetzung |
Kohlenstoff (ca. 45 %), Wasserstoff (ca. 7 %),
Sauerstoff (ca. 28 %), Stickstoff (ca. 15 %),
Schwefel (ca. 5 %),
Asche (< 1 %) |
essentielle Spurenelemente |
Eisen (20-220 ppm),
Kupfer (10-20 ppm),
Zink (190 ppm),
Jod (0,6 ppm) |
Aminosäuren (AS) |
20 verschiedene,
typisch: schwefelhaltige Aminosäure Cystin |
schwefelreiche, amorphe
Proteine |
ca. 30 %, 80-100 verschiedene,
"keratinassoziierte Proteine" |
schwefelarme, amorphe
Proteine |
ca. 20 %, in Endocuticula,
Zellmembrankomplex, Zellkernresten |
schwefelarme, α-helicale,
teilkristalline Proteine |
ca. 50 % aller Proteine, eigentliche "Keratine",
mind. 10 verschiedene |
Lipide |
< 5 %; (Cholersterin, Fettsäuren, polare Lipide, Cerebroside, Ceramide) |
Wasser |
12 % des Haargewichtes
im Raumklima |
• Schuppen
Beim genetisch bedingten Haarausfall führt eine Hormonstörung zu vorschnellem Haarausfall. Diese Art des Haarausfalles ist erblich. Viele Medikamente gegen Haarausfall versuchen diese Hormonstörung (DHT) zu lindern und damit wieder normalen Haarwuchs zu ermöglichen.
Die Haut ist ein Ausscheidungsorgan, ganz besonders ist die Kopfhaut damit konfrontiert. das kann man spüren wenn man etwas Scharfes ist, die Kopfhaut transpiriert sehr stark. In vielen Fällen hilft nur noch ein Taschentuch zum abwischen des Schweisses.
Über die Kopfhaut werden sehr viele Stoffwechselstoffe und Salze ausgeschieden. Dadurch entstehen Rückstände, und feste wachsige Ablagerung auf der Kopfhaut. Daher spricht man von einem Plastiktüteneffekt, da die Kopfhaut fast gänzlich von diesen Rückständen überzogen und abgedichtet wird. Diese Ablagerungen kann man mit einer Mikro- Kopfhautkamera sehr leicht erkennen.
Hier noch mit einem Pflegeshampoo die Haare reinigen, setzt dem ganzen Effekt noch eins oben drauf. Da die Verbindung der wachsige Rückstände verstärkt wird. Bakterien und Mikroorganismen fühlen sich unter diesen Vorrausetzungen natürlich richtig wohl. Feine Schüppchen durch Salzverbindungen (Schweiss) entstehen, die Kopfhaut wird gereizt, was automatisch auch zu Juckreiz führt. Die Glashaut des Haares im Follikel wird durch diese Ablagerungen geschädigt, eine leichte Dehnung des Haares erzeugt einen Abbruch des Haares im Follikel, und schon spricht man von einem Haarausfall.
Betrachtet man das ausgegangene Haar genau, so ist am unteren Teil des Haares ein weisser Pfropfen zu erkennen. Wenn man mit den Fingerspitzen darüber reibt, werden die Fingerkuppen schmierig, man kann diese Rückstände richtig spüren.
In diesen Fällen hilft nur eines, richtige Kopfhauthygiene. Dabei sollte man zuerst diese Rückstände mild binden (mit essentiellen Fettsäuren, z. B. EFA Öl von Hårologi). Danach wird die Kopfhaut mit einem tiefenreinigenden Shampoo gesäubert. Dabei ist es notwendig mit kleinen Mengen lieber öfters hintereinander die Kopfhaut zu reinigen, als einmal mit einer grossen Menge Shampoo zu hantieren. Bei all dem ganzen sollte man am Schluss nicht vergessen die Kopfhaut zu neutralisieren, auch wenn man ein pH- neutrales Shampoo benutzt.
Das regelmässige Bürsten (jeden Tag) mit einer Naturhaarbürste ist die beste Vorraussetzung um Rückstände von der Kopfhaut zu entfernen, die Durchblutung anzuregen und das Wachstum der Haare zu fördern.
Wenn die Menschen ihre Kopfhaut nicht bloss mit Shampoo, sondern so wie ihre Gesichtshaut oder ihren Body (Reinigen, Peelen, Adstringieren, Masken, Pflegen mit Feuchtigkeit oder Nährstoffen), behandeln würden, gebe es viel weniger Kopfhautprobleme.
Die Kopfhaut schützt wie die übrige Haut den Körper vor schädigenden Einflüssen. Sie ist Schutzschild gegen Bakterien und ultraviolette Strahlen.
Die Haut ist für den Säure-Basen-Test und insbesondere für den Selbsttest prädestiniert. Sie ist ein aktiver Indikator für das Stoffwechselgeschehen im Organismus und an ihrem pH-Wert ist ‘abzulesen’, ob sich die Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht bewegt.
Wenn Sie sich häufiger nervös, reizbar und energielos, wie ‘ausgelaugt’ fühlen, immer wieder Haarausfall und Sodbrennen auftreten, Ihre Haut fahl wirkt und an Spannkraft verliert, sollten Sie über einen längeren Zeitraum das Säure-Basen-Verhältnis überprüfen!
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Schuppen
Die Kopfhaut erneuert sich ständig, normalerweise
in einem vier Wochen Zyklus. Bei einer übermäßigen
Schuppenbildung ist dieser Vorgang deutlich
beschleunigt. Die sonst winzigen Einzelzellen werden
als Zellhaufen abgestoßen und sind daher erst sichtbar.
Auch sind Schuppen häufig durch nicht richtig
funktionierende Talgdrüsen bedingt. Es liegt hier keine
Überproduktion vor, wie bei zu fettigem Haar. Das Fett
kommt zu dickflüssig heraus, fettet nicht mehr das Haar,
sondern verklumpt die Hautschuppen zu sichtbaren
größeren Hautballen.
Etwa 10 – 20 % der Erwachsenen neigen zu banalen
Kopfschuppen. Hier liegt keine Erkrankung der Kopfhaut
vor. Kinder haben bis zur Pubertät praktisch nie Schuppen.
die Schuppen treten zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr
auf. Männer sind häufiger davon betroffen als Frauen. Auch
hängt die Schuppenbildung von den Jahreszeiten ab. Im
Frühjahr und Herbst ist die Schuppenbildung ausgeprägter.
Vermehrte Schuppenbildung rührt in den seltensten Fällen
von einer Hautkrankheit her, es besteht also kein Grund
zur Beunruhigung. Dennoch sollten Sie versuchen Schuppen
so schnell wie möglich wieder los zu werden, zum einen aus "ästhetischen" Gründen. Zum anderen wegen der grösseren
Anfälligkeit für Entzündungen, hervorgerufen durch Pilze und Bakterien, die sich auf schuppiger Kopfhaut leichter und schneller ausbreiten
Auslöser
Kopfschuppen können durch eine falsche Haarpflege
entstehen. Wird die Kopfhaut durch häufiges Haare waschen
und Fönen mit hoher Wärme strapaziert, schaffen die
Talgdrüsen es nicht mehr, genügend Fett zu produzieren.
Jedes Shampoo enthält waschaktive Tenside. Diese haben
neben dem reinigenden auch meistens eine entfettenden
Wirkung. Die natürlichen Fette bauen sich am Haar aber erst nach 3 - 7 Tagen wieder auf. Die unbehaarte Haut dagegen braucht für die Rückfettung nur wenige Stunden.
Ernstere Auslöser sind Hauterkrankungen wie Neurodermitis (Atopisches Ekzem), Seborrhoisches Ekzem, Psoriasis, Kontaktekzeme, Infektionen der Kopfhaut durch Bakterien und Pilze oder der Befall mit Läusen.
Als weitere Auslöser kommt die erbliche Veranlagung zu
Störungen der Talg- und Schweißbildung, Magendarmstörungen oder Veränderungen im Hormonhaushalt in Betracht. Psychische
Belastung (Stress) scheint auch einen starken Einfluss zu haben.
Kopfschuppen kann man durch eine gute Haarpflege, vor allem mit Kopfhautmasken in den Griff bekommen.
Bei Kopfhauterkrankungen werden häufig ablösende Mittel der starken Schuppenauflagerungen eingesetzt. Hierzu zählt z. B. die
Salicylsäure.
Beim Seborrhoischen Ekzem werden Mittel mit Antimykotikum benutzt. Das ist sinnvoll, weil häufig Hefepilze (Pityrosporon ovale)
mitverantwortlich für das Krankheitsgeschehen sind.
Zusammenfassend empfehle ich folgende Vorgehensweise:
Die auf Blatt 1 äusserliche Behandlung sollte wie beschrieben,
2 x in der Woche, 12 Wochen lang gemacht werden.
Danach wird die Kopfhaut nachkontrolliert, um weitere Massnahmen, falls erforderlich, festzulegen.
Für die Ernährung empfehle ich die unterstützende Massnahme, die Einnahme von essentiellen Fettsäuren und die weitere Unterstützung durch Gamma Linoleinsäuren
Täglich
1 Teelöffel EFA Öl
1 Ultra Glandin
bitte überprüfen Sie ihr Trinkverhalten.
2 Liter Wasser täglich sollten nicht unterschritten werden.
 
 
 
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