Sauer macht nicht lustig
Der Rat von Jürgen Hofarth
Fühlen Sie sich nicht wohl in Ihrer Haut?
Sind Sie müde oder abgespannt?
Fallen Ihre Haare aus und sind spröde?
Haben Sie Sodbrennen, Gelenk- oder Kopfschmerzen und Migräne?
Dann könnte ein gestörter Säure-Basen- Haushalt die Ursache sein
schon Hippokrates hat uns gewarnt:
„Von allen Zusammensetzungen unserer Körpersäfte wirkt sich die Säure zweifellos am schädlichsten aus.“
Übersäuerung macht krank!
Von Natur aus laufen alle Lebensvorgänge in unserem Organismus in einem basischen Milieu ab. Der sogenannte pH-Wert errechnet sich aus dem Verhältnis der Säuren (H+-Ionen) und Basen (OH-Ionen); die Skala reicht dabei von 0-14; der Wert 7 ist neutral. Im Blut wird der Wert zwischen 7,36 und 7,44 gehalten, was ein basischer Wert ist.
Welche Symptome weisen nun aber auf eine Übersäuerung des Organismus hin?
• Säure bildet sich als Milch- und Kohlensäure in den arbeitenden Muskeln. Wenn diese nicht abtransportiert und durch Basen neutralisiert werden, entstehen Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen.
• Übersäuerung fördert eine depressive Stimmungslage.
• Übersäuerung führt zu zahlreichen Störungen im Körper: Knochenentkalkung (Osteoporose), erhöhte Harnsäurewerte, Nierensteine, Sodbrennen, Verstopfung, Nervenschmerzen u.a.
• Zahlreiche Erkrankungen können durch Übersäuerung mitverursacht oder verstärkt werden, dazu gehören: Rheumatische Erkrankungen, Gicht, Herz-Kreislaufprobleme bis hin zum Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Migräne, Kopfschmerzen, Haarausfall u.a.
Sauer wirkt, was süß ist!
Als säurebildend gelten in erster Linie nicht Nahrungsmittel mit niedrigen pH-Wert oder saurem Geschmack. Vielmehr entstehen Säuren durch die Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln: So wirkt sauer, was süß ist (Zucker, weißes Mehl). Denn beim unvollständigen Abbau entstehen Ketosäuren, Milchsäure und andere organische Säuren. Bei einer gesunden basischen Ernährung steht Gemüse an erster Stelle.
Schlemmen Sie gesund und figurbewusst!
Viele Gemüsesorten eignen sich ideal zum rohen Verzehr, damit sind sie noch basischer. Schneiden sie verschiedene Sorten Gemüse in lange Streifen. Rühren Sie aus magerem Cremequark, Leinöl, etwas Himalaya-Salz, Gewürzen und frischen Kräutern einen Dip und schon haben Sie in wenigen Minuten eine leckere Mahlzeit - dazu Vollkornbaguette und Sie fühlen sich satt und zufrieden. Wenig Zeit zum Kochen? In weniger als einer halben Stunde können Sie eine köstliche Mahlzeit zaubern. Dünsten Sie frisches Gemüse in einem Wok leicht an, dazu Vollkornnudeln mit Olivenöl und frischen Kräutern. Diese genussvolle Variation ist vitaminreich und fettarm zugleich und überzeugt nicht zuletzt durch seine abwechslungsreiche Kombinationsmöglichkeiten.
Dauerstress abbauen
Vegetative Ermüdung, mangelnde Bewegung oder die Betäubung unseres Atemzentrums durch Alkohol und Schlafmittel führen zu einer atmungs- und stoffwechselbedingten Zunahme der Säuren. Spazieren gehen oder neudeutsch Walking ist ein sinnvoller Weg, diese Spannungen auszugleichen. Gehen Sie 3-5 Minuten gemächlich, dann wieder 2 Minuten zügig. Wiederholen Sie den Ablauf drei Mal und steigern Sie die Zeit von Woche zu Woche. Genießen Sie die frische Luft, atmen Sie tief ein und besonders lange aus. Damit transportieren Sie einen weiteren Säurebildner, das Kohlendioxid, ab.
Entsäuern - aber richtig!
Die meisten Basenprodukte enthalten vorwiegend Natriumbikarbonat (Natron). Dieses wird, mit der Salzsäure des Magens vermischt, zu Kochsalz. Dadurch kann der Blutdruck nachhaltig erhöht werden. Die Magensäure wird zunächst neutralisiert, später aber umso stärker ausgeschüttet. Aus diesem Grund wird Natriumbikarbonat in der Medizin seit langem nicht mehr als Säurepuffer z. B. bei Sodbrennen verwendet. Bei Menschen mit niedrigem Magensäuregehalt trägt die vorübergehende Neutralisierung der Magensäure dazu bei, dass krankheitserregende Bakterien die Säurebarriere des Magens überwinden und sich im Magen-Darm-Trakt ansiedeln können.
Den Körper entsäuern
Der ganzheitliche Weg zu einem basischen Leben:
• vorwiegend basische Ernährung, mit viel frischem Gemüse, Vollkorn und Obst
• täglich mindestens 2 l Wasser trinken
• regelmäßige Spaziergänge zum Sauerstoff-Tanken und Kohlendioxid-Abatmen
• innere Gelassenheit und Tiefenentspannung suchen
• Genussgifte reduzieren
Balsam für die Körperhaut
Basische Körperpflege hat seit über 5000 Jahren Tradition. Im alten Ägypten, Griechenland und Rom wurden basische Körperpflegebäder verwendet. In dieser bewährten Tradition gibt es heute moderne Molke-Basenbäder, um zu baden wie einst Kleopatra. Der hohe Gehalt an Molke fördert die Hautvitalität auf besondere Weise und ist als Pflege für trockene oder reifere Haut besonders empfehlenswert.
Führen Sie Ihre persönliche Basenkur durch (siehe Kasten Seite 24) und machen Sie den ersten Schritt, um Ihren Stoffwechsel von der Säurebelastung zu befreien. Sie werden sich nach 2-3 Wochen deutlich wohler, vitaler und harmonischer fühlen, eventuelle Gelenkschmerzen werden sich bessern, Haut und Ihre Haare werden an Glanz, Aussehen und Vitalität gewinnen.
So wirken Lebensmittel
stark säurebildend
Fleisch, Wurst, Fisch, Eier, Käse, Zucker und Süßwaren, süße Getränke wie Limonade oder Cola, Weißmehl und Weißmehlprodukte, Kaffee, Alkohol, Nikotin
schwach säurebildend
Sahne, Quark, Vollkornprodukte, Nüsse
Säure- Basen- neutral
naturbelassene pflanzliche Fette und Öle, Butter
schwach basenbildend
Trockenobst, Pilze
stark basenbildend
Gemüse, Salat, Kartoffeln, Obst, Kalzium, Kalium, Magnesium
Regeln für eine 2-Wochen-Basenkur
So regulieren Sie Ihren Basenhaushalt
• Ernähren Sie sich in dieser Zeit rein pflanzlich.
• Essen Sie langsamer; denn wer mehr kaut, hat mehr vom Essen und vom Leben. So verhindern Sie die Milchsäuregärung im Darm.
• Trinken Sie reichlich zur Entgiftung und Ausscheidung der Stoffwechselschlacken; ideal sind 2-3 Liter Wasser, dazu Kräutertee oder hochohmiges Umkehrosmose-Wasser.
• Stärken Sie Ihre innere Harmonie, bauen Sie Stress ab (viel Bewegung an frischer Luft, Entspannungsübungen, genügend Schlaf).
• Nehmen Sie ein Basenmittel ein, das reich an Citraten, den wirkungsvollsten natürlichen Entsäuerungsmitteln, sowie den basischen Mineralien Kalium, Magnesium und Calcium ist. So können Sie die freiwerdenden Säuren neutralisieren und alte Säurenkristalle in den Nieren auflösen.
• Verwöhnen Sie sich mit Basenbädern. Die regen die Entsäuerung zusätzlich über die Haut an, Molke pflegt die Haut - eine ideale Kombination.
Unsere Haut - der beanspruchte Puffer zur Umwelt
Die Haut ist unser größtes Organ und muss reichlich Säuren ausscheiden. Die Haut ist der Spiegel unseres Seins, also des Blutes, der inneren Organe und der Seele. Wenn sie stark übersäuert ist, entstehen viele Hautprobleme, allem voran die Cellulite, aber auch großporige Haut, unreine Haut, Pickel und Mitesserbildung.
Cellulite ist ein Phänomen, das vorwiegend bei Frauen an den Hüften, den Oberschenkeln und an den Oberarmen auftritt. Das Bindegewebe ist bei Frauen von Natur aus wesentlich weicher als bei Männern. Die aufgeblähten Fettzellen verhindern den Abfluss der Lymphe: Saure Schlackenstoffe können nicht ausreichend abtransportiert werden, sondern werden eingelagert. Gleichzeitig wird Wasser als Puffer angesammelt.
Die Folge: Fett, Säuren, Schlackenstoffe, Gifte (Rauchen!), Lymphe und Wasser lagern sich an den weiblichen Problemzonen ab!
Das sichtbare Ergebnis sind die unschönen „Dellen“ - die Cellulite!
Gesunde Haut ist weich und glatt, glänzend und rein. Ein chronisch kranker, weil übersäuerter und verschlackter Organismus hat eine spröde, rissige oder raue Haut. Auch Ekzeme und Neurodermitis sind oft Folge eines chronisch zu sauren Haut- pH-Wertes. Das Einreißen der Finger- und Zehennägel spricht für eine säurebedingte Störung des Mineralstoffhaushalts, aber auch Haarausfall, trockenes, sprödes und glanzloses Haar mit Schuppenbildung ist meist eine Folge von Übersäuerung.